Essen ist fertig …!

Essen ist fertig …!

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Was den Menschen allen gemeinsam ist, dass sie essen und trinken müssen. Die gemeinsame Mahlzeit als kulturelle Sozialisation überwindet jedoch den Akt der bloßen Nahrungsaufnahme.

Daher fanden sich die Menschen des Altertums im Opfermahl zusammen und z. B. im mittelalterlichen Gildenwesen war das gemeinsame Essen und Trinken ein Punkt von so vitaler Wichtigkeit, wie wir es heute nicht mehr nachempfinden können.

In vielen Religionen hat die rituelle Speisung eine kollektive Identität und eine ganz eigene Verbindung unter den Gläubigen geschaffen.

Aber auch im profanen Leben gilt: Der soziale Akt des gemeinsamen Mahls ist untrennbar mit der kulturellen Identität verwurzelt. Nicht die Nahrungsmittel an sich, sondern der Akt gemeinsamen Essens und Kochens als Schnittpunkt zwischen Natur und Kultur steht im Mittelpunkt.

Die Bedeutung und die Chancen des gemeinsamen Speisens können sehr kommunikativ sein: Personen z. B., die keinerlei spezielles Interesse teilen, können sich beim gemeinsamen Speisen kennenlernen und finden.

Der Fremde als Gast soll hier eine Herausforderung an unsere Gastfreundschaft darstellen. Der Kreis der Tafel soll erweitert werden durch eine performative Inszenierung im Sinne Josef Beuys als „Soziale Plastik“.

  • Welche Faktoren und Bedingungen sind in diesem Sinne für ein erfolgreiches gemeinsames Speisen für Kommunikation und zum Kennenlernen notwendig?
  • Wie könnte in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein über die Bedeutung des gemeinsamen Essens als kollektiver Akt künstlerisch-performativ umgesetzt werden?

Als Ausdrucksmittel stehen künstlerische Formate wie Aktion, Performance oder Happening zur Verfügung, die letztlich als Foto, Video oder Stop Motion-Video (je max. 2 Min.) dokumentiert werden.

Viel Erfolg und viel Spaß!
Carrot und Sugar

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